Wenn agile Arbeitsweisen auf Widerstand stoßen

Weshalb kommt es immer wieder zu Aversionen? Was sind die Auslöser?

02. April 2020 Dennis Wayer


Agile Arbeitsweisen helfen Produktentwicklungen effizient voranzutreiben. Doch auf Kundenseite stoßen wir trotz vieler Vorteile von agilen Methoden immer wieder auf Widerstände bei der Implementierung. Meist kommen Aussagen wie: "Wir haben das schon einmal versucht und es hat nicht funktioniert" oder "Wir möchten konkrete Ziele umsetzen und möchten an unserer Arbeitsweise entsprechend nichts ändern."

Wir haben uns gefragt wie man ein „traumatisiertes“ Team von agilen Arbeitsweisen überzeugen kann und sind zu der Lösung gekommen - Hinterfragen, Erklären, kleine Pilotprojekte durchführen und Widerstände im Zweifel akzeptieren!

Agile Arbeitsweisen wie Scrum sind ein Mindset welches als solches von jedem Projektteilnehmer wahrgenommen werden sollte. Sollte ein Projektteam selbst nach detaillierter Themen- und Methodikeinführung starken Widerstand verspüren, sollte gar nicht erst versucht werden, ihm agile Arbeitsweisen aufzudrängen.

Dennoch sollte vorab intensiv geklärt werden, weshalb es zu Aversionen gekommen ist.  Und hier gibt es zwei verschiedene Auslöser:

Widerstand durch Unwissenheit – wenn Projektteilnehmer nicht mit agilen Methoden vertraut sind. Hier sollten agile Arbeitsweisen ausführlich erklärt und die Vorteile der Verwendung von beispielsweise Scrum-Praktiken genannt werden. Das hilft Projektteilnehmern die Angst vor Neuem und vor Mehraufwand zu nehmen. Im Anschluss sollten intensive Schulungen erfolgen, um alle Projektteilnehmer auf ein gleiches Wissens- und Verständnislevel zu hieven.

Widerstand aus Erfahrung – wenn Projektteilnehmer bereits mit agilen Methoden gearbeitet haben aber negative Erfahrungen gesammelt haben. Hier sollte geklärt werden, weshalb Skepsis besteht, warum ähnliche Bemühungen in der Vergangenheit gescheitert sind und was die Gründe dafür waren, dass Dinge nicht wie beabsichtigt verliefen.

Es ist wichtig zu verstehen, was in der Vergangenheit möglicherweise ein Scheitern ausgelöst hat und diese Erfahrung als Verbesserungspunkt in das neue Projekt mitaufgenommen werden. Die Projektteilnehmer sollten verstehen, dass agiles Arbeiten ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess ist, in dem Scheitern als positive Lernkurve verwendet werden kann.

Durch Coachings und neutralen Blick unterstützen wir Ihre Teams ein offenes Mindset für agile Arbeitsweisen zu erhalten und mit hoher Wahrscheinlichkeit Widerstände abzulegen.