Trends neuer Arbeitswelten: Gestern, heute und morgen

Ein vernetztes, agiles und digitales Arbeiten bietet ganz neue Chancen für Wissensaustausch und Kreativität

17. November 2017 Blog Alexandra Gerdes


Unternehmen und deren Erfolg fußen maßgeblich auf Ihren Mitarbeitern. Häufig mangelt es jedoch nicht an der Auswahl fachlich kompetenter Individuen, sondern daran, ein Arbeitsumfeld zu schaffen in dem sich die „richtigen“ Mitarbeiter an der richtigen Stelle optimal entfalten können. In der Vergangenheit war oftmals eine effizient strukturierte Arbeitsorganisation in der Linie, gespickt mit enklavenartigen Einzel-Projekten das Mittel zum Ziel. Heute entscheidet ein attraktives Arbeitsumfeld im „War for Talents“ und bestimmte Formen der Arbeitsorganisation unterstützen nicht zuletzt strategische Ziele, allen voran die Steigerung von Innovationskraft und Resilienz. Ein vernetztes, agiles und digitales Arbeiten bietet ganz neue Chancen für Wissensaustausch und die Kreativität der Vielen.

Rückblick und Ausblick: Warum sich ändert was sich ändert

20 Jahre Process Consulting – wir blicken zurück auf zahlreiche Projekte, Kunden, Kollegen, Hürden, Erfolge. Aber wie hat sich die Arbeitswelt bei unseren Kunden, wie auch bei uns selbst verändert? Und warum ist das so?

Zunächst einmal haben sich die strategischen Ziele von Unternehmen an Marktanforderungen angepasst: Schneller muss es gehen, flexibler und kreativer müssen wir sein, digitaler und vernetzter müssen wir denken. Diese top-down Vorgabe gilt es in der Organisation als soziales Konstrukt abzubilden und dann in der Zusammenarbeit auch zu leben.

Parallel haben sich die Mitarbeiteranforderungen verändert. Unterschiedliche „Typen“ und Stärken gab es schon früher, allerdings zeigen sich heute – insbesondere bei jungen Kollegen – immer stärker neue Wünsche. Flexible Arbeitszeiten bekommen mit digitalen Möglichkeiten eine neue Dimension und öffentliche Co-Working Spaces sind plötzlich eine attraktive Alternative zum Arbeitsplatz in einem festen Büro. Da gibt es aber auch Events und Methoden zur Kreativitätsförderung, Ideen zur Umgestaltung von Büroräumen (allen voran die Googles und Amazons dieser Welt), sowie allen voran und als Basis darunter liegend Systeme und Methoden, durch die sich Menschen bestmöglich in die Zielerreichung des Unternehmens einbringen können. Diese Teilhabe, Befähigung, (inhaltliche und räumliche) Freiheit und Aufforderung zur Kreativität sind für viele Arbeitnehmer ein gewichtiges Argument für oder gegen bestimmte Arbeitgeber.

Neue Arbeitswelt – was heißt das nun?

Nicht jede Branche und nicht jedes Unternehmen findet sich in obiger Beschreibung sofort wieder. Dennoch:

·        Wer sich auf die Fahne schreibt innovativer und kreativer zu sein als die Wettbewerber, sollte sich überlegen an welchen Stellen Methoden wie  Open Innovation, Design Thinking oder Crowd Sourcing oder eine erlebbare Untermauerung kreativer Methoden durch zum Beispiel Kreativräume, sinnvoll Mehrwert stiften. Interdisziplinäre Teilnehmerkreise über Fach- und Unternehmensgrenzen hinweg können eine größere Menge an Ideen generierenund oft miteinander bessere Entscheidungen als alleine treffen.

·        Wer im  Erfolg abhängig ist vom direkten Kundenfeedback , tut gut daran, Kunden direkt in den Entwicklungsprozess einzubeziehen, wie beispielsweise durch Co-Creation und in Hackathons. Letztere sind beispielsweise Veranstaltungen (aus der Softwareentwicklung entstanden), in denen eine Vielzahl schlauer Köpfe versucht, definierte Problemstellungen für und ggf. mit den Kunden optimal zu lösen.

·        Wer intern ein „modernes“ und digitaleres Arbeiten ermöglichen will, in dem Gemeinschaftsdenken und Wissensaustausch elementare Bestandteile sind, sollte zumindest schon einmal von Denkweisen wie WeQ, Holocracy und Aufbauoranisationsformen wie Hypertextorganisation gehört haben. In diesen Ansätzen geht es darum, das in den Köpfen der Mitarbeiter verteilte Wissen und zugehörige Kompetenzen als kostbarstes Gut durch eine gezielte Aufbau- und Arbeitsorganisation transparent zu machen und zu nutzen. Ein hohes Maß an Verantwortungsübernahme durch jeden Mitarbeiter / jedes Team ist dabei unabdingbar.  Das kann - wie bei Holocracy – sogar bis zu einer nahezu hierarchiefreien Organisation reichen, in denen jeder Einzelne zentrale Unternehmensentscheidungen mit treffen darf.

Für Sie ist das nur eine Sammlung von „verrückten“ Schlagworten? Nur wenn die tatsächlich gemeinten Aspekte falsch verstanden oder falsch implementiert werden oder diametral zur Unternehmenskultur stehen.

Aus all diesen neuen und alten Formen von Arbeitswelten hat Process Consulting ein Baukastenprinzip zusammengestellt, das Ihnen zunächst einen Überblick bietet. In einem zweiten Schritt können wir Ihnen ausgewählte Methoden etwas genauer vorstellen und entwickeln gerne gemeinsam Ihre individuelle Organisation - schließlich bilden der Aufbau und das Miteinander die im   Unternehmen das Gerüst für die Art und Weise, wie Kollegen zusammenarbeiten. Sprechen Sie uns gerne an!

TIPP: In diesem aspect-Artikel finden Sie bereits eine kleine Vorschau auf ausgewählte Trends in der Arbeitsorganisation