Startup Szene Deutschland – wie Große von den Kleinen lernen!

Sprechen Sie mit uns über Ihre Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit Start Ups!

18. März 2019 Blog, Digitalisierung, Agiles Management, Neue Organisation Maximilian Krieglmeyer


Jedes Jahr findet von Ende September bis Anfang Oktober das Oktoberfest in München statt. An drei Tagen davon treffen sich Gründer, Investoren, StartUp Enthusiasten und Entscheidungsträger des StartUp Ecosystem auf der „Bits and Pretzels“ am Rande von München im Internationalen Congress Center. Hierbei geht es sowohl für die erfolgreichsten Gründer als auch aufstrebenden Entrepreneurs um Inspiration, Austausch von Erfahrungen, aber auch ums Vernetzen. Am letzten Tag kommen als krönenden Abschluss alle Teilnehmer mit einem gemeinsamen Ziel dann auf dem Oktoberfest zusammen: liquid networking.

Was verbirgt sich hinter einem StartUp? Ein Startup beschreibt ein kürzlich gegründetes Unternehmen mit einer innovativen Geschäftsidee und hohem Wachstumspotenzial (WIKI). Laut Statistik scheitern 80% der StartUps innerhalb der ersten drei Jahre. Nur eines von 10 StartUps wird auch wirklich Erfolg haben. Warum aber ist das Thema StartUp dennoch so wichtig?

StartUps sind mutiger, bereit auf dem Markt agil neue Wege zu gehen. Dabei sind sie nicht nur bereit zu Innovationen, sondern treten auch in Marktnischen ein, die für ein etabliertes Unternehmen oftmals zu riskant sind. Dabei geht es auch darum, die „low hanging fruits“ des Marktes auszunutzen. Das schadet zum Teil den großen Unternehmen, da sie über diese Marktnischen eingeholt werden.

In großen Unternehmen hat man sich daher inzwischen mit neuen Methoden beschäftigt, wie z.B. Design Thinking. Hierdurch ist es möglich, in relativ kurzer Zeit Innovationen zu etablieren und erste Prototypen zu entwickeln. Wenn es aber dann darum geht, das Produkt weiter zu entwickeln und marktreif zu machen, scheitert es oft an fehlenden Ressourcen und an dem unterschiedlich großen Umsetzungs-Interesse der beteiligten Entwicklungsabteilungen. In Großkonzernen reicht es nicht aus, einen Prototypen mit einer innovativen Lösung oder einem existierenden Problem zu entwickeln. Insbesondere in Zeiten der Digitalisierung und sich sehr schnell wandelnden Rahmenbedingungen müssen Konzerne ihren Innovationsprozess organisieren und die zahlreichen Innovationsmethoden zielgerichtet integrieren.

Denn, eine Vielzahl von Innovationsmethoden wurde in den letzten Jahren auch für Großkonzerne entwickelt. Aber leider mangelt es noch an einer übergreifenden Integration der einzelnen Ansätze. Dies hat zum Ergebnis, dass die Anwendung einzelner Methoden lokal durchaus gute Ergebnisse liefert, dann jedoch in den „Mühlen“ der Großkonzerne ersticken und letztendlich nicht als innovative Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt gebracht werden. StartUps reagieren schnell auf sich ändernde Rahmenbedingungen und setzen neue Ideen um, große Unternehmen sind naturgemäß träger und weniger agil. Dabei haben große Unternehmen mit ihren etablierten Marken und der Fähigkeit, in allen funktionalen Bereichen zu skalieren, einen klaren Vorteil gegenüber den StartUps. Ziel ist also, bekannte Schwächen zu lösen und Stärken auszubauen!

Gründungen in der digitalen Wirtschaft dominieren weiterhin, insbesondere bei Business-to-Business-Geschäftsmodellen. 79% der in 2017 befragten StartUps gaben an, dass die Digitalisierung sehr großen Einfluss auf ihr Geschäftsmodell habe. Ein StartUp hat bei uns im Schnitt rund 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Anders als in den USA mit dem Silicon Valley – gibt es auch nicht den einen StartUp-Hotspot. Deutschland zeichnet sich durch eine große Vielfalt der Gründungsstandorte aus, man kann es als ein immer stärkeres gesamtdeutsches StartUp-Ökosystem bezeichnen, bei dem Networking eine große Rolle spielt um Themen voran zu bringen.

In jeder großen Stadt entstehen zahlreiche Co-Working Offices, um StartUps Büroräume zur Verfügung zu stellen. Das StartUp hat dabei die Möglichkeit flexibel zu wachsen und muss bei Bedarf lediglich weitere Arbeitstische anmieten. Gemeinschaftsräume und Kaffeeecken können dabei über Festpreispakete mitgenutzt werden. Je nach Konzept ist auch für Verpflegung und z.B. Meetingräume gesorgt. Wie „Co-Working“ aussagt, gibt es hier auf kurzem Weg die Möglichkeit, sich in mit anderen StartUps zu vernetzen, auszutauschen oder zusammen zu arbeiten. Inzwischen nutzen auch große Unternehmen bereits Räumlichkeiten dieser Art, damit innovative Ideen ungestört vom Hauptgeschäft ausgearbeitet werden können.

Um durch StartUps und deren neue Ideen nicht abgehängt zu werden, investieren auch große Unternehmen in StartUps oder bieten Innovationsplattformen an. SAP zum Beispiel startete bereits seinen zweiten so genannten Accellerator. Dabei werden ausgewählten StartUps nicht nur monetär unterstützt, sondern auch mit Geschäftsräumen und Equipment. Diese können dann in Ruhe ihre Ideen für den Konzern oder Kunden ausarbeiten. Selbst wenn nicht jede Idee erfolgreich ist, erreicht das Konzept trotz alledem einen optimalen Punkt mit hoher Rendite bei zugleich geringem Risiko.

Investoren für Immobilien gehen einen weiteren neuen Weg mit dem so genannten „Co-Living“. Dabei bringen sie die Möglichkeit des Zusammenarbeitens mit einer Wohngemeinschaft im wahrsten Sinne des Wortes „unter ein Dach“. In der StartUp-Hauptstadt Berlin kann bereits in die ersten Co-Living Wohngemeinschaften eingezogen werden.

Lassen Sie uns doch einmal über Ihre Möglichkeiten mit StartUp-Unternehmen sprechen!