SERIE "KULTUR DER TRANSFORMATION“ TEIL 3: Mit Fehlern und Feedback erfolgreich werden

Ohne Fehler keine Innovation!

14. Juli 2020 Blog, Neue Organisation, Prozesse Dominique Lambert


Mit Fehlern und Feedback erfolgreich werden

Die Kultur der Transformation ist für Unternehmen der Nährboden einer gesunden und konstanten Entwicklung, die langfristigen Erfolg ebnet. Diese Entwicklung ist Ergebnis von zwei wichtigen Grundprinzipien, nämlich der Fehler- und der Feedback-Kultur. Nur, wenn diese beiden Faktoren zusammenspielen, kann man „im geschützten Rahmen“ Neues probieren, evaluieren und persönlich und fachlich wachsen. Insofern bilden Fehler- und Feedback-Kultur eine Art Transformationsschleife – denn eine Fehlerkultur ohne Feedback ist unreflektiert, eine Feedback-Kultur ohne „erlaubte Fehler“ repressiv.

 „Wer nie gescheitert ist, hat sich noch nie an etwas Neuem versucht.“ 
  Albert Einstein

Ohne Fehler (-bereitschaft) keine Innovation

Perfektion und Innovation schließen sich gegenseitig aus, so Andreas Gebhardt, Experte für Fehlerkultur. Neue Wege gehen bedeutet entsprechend, Fehler zu riskieren. Fahrlässig wäre jedoch der Umkehrschluss, zwanghaft an Altbewährtem festzuhalten – denn Märkte, Kunden, Anforderungen, Technologien ändern sich … und Unternehmen müssen dies auch tun. Was ansonsten blüht, kann man an den Fällen Kodak und Schlecker gut ablesen. Was aber auf Unternehmensebene gilt, muss auch für das Individuum gelten, denn sinnvolle Innovationen mit spürbarem Mehrwert sind oft das Ergebnis des kreativen und unbefangenen Austauschs.

Fehler machen ja – aber bitte richtig.

Fehler müssen erlaubt werden, damit man optimal daraus lernen kann. Um dies zu gewährleisten, sind folgende Schritte sinnvoll:

1)      Fehler zugeben & Räume schaffen

Das Etablieren einer Fehlerkultur ist vor allem eine Führungsfrage, daher ist es als Führungskraft wichtig, das Thema offen anzugehen, vorzuleben und eigene Fehler einzugestehen. Zusätzlich sollte man einen geschützten Raum für Fehler schaffen: kleinere Projekte, Fragestellungen, Themenkomplexe. Hier geht es darum, sich an Fehler zu gewöhnen, um deren Potenzial zu erkennen und zu nutzen.

2)      Offene Reflexion

Wie es zu Fehlern kam, was man daraus für die Zukunft lernen kann (methodisch, fachlich, zwischenmenschlich, organisatorisch …) und was man demnächst anders machen wird, sind grundlegende Fragen, die es in Reflexions- oder Feedback-Prozessen zu beantworten gilt. Je früher, desto besser.

3)      Richtige Schlüsse ziehen

Fehler passieren überall, die Frage ist nur: wird man daraus lernen oder nicht? Zentrale Learnings sollten bewusst und transparent formuliert und zur Verfügung gestellt werden, denn der Fehler des Einzelnen ist das Potenzial von allen. Man verhindert so nicht nur, dass Fehler unnötig wiederholt werden, sondern nutzt die Erkenntnisse für individuelles und unternehmerisches Wachstum auf allen Ebenen.

4)      Methodischen Rahmen schaffen

Fehler müssen transparent und im sinnvollen Rahmen besprochen werden, damit man strukturiert die richtigen Schlüsse ziehen kann. Hierzu eignen sich 1:1- oder Gruppendiskussionen, Workshops oder der Austausch von Lessons Learned im Rahmen eines sinnvollen Wissensmanagements. Der Rahmen selbst ist nicht so wichtig – Hauptsache, es gibt einen.

Neben der Offenheit sind Reflexionsbereitschaft und -kompetenz wichtige Schlüsselfaktoren, um aus Fehlern zu lernen und persönlich zu wachsen. Um dies im Rahmen der „Kultur der Transformation“ weiter zu fördern, ist es wichtig, dies in Feedbackprozesse einfließen zu lassen, damit man nicht nur auf der sachlichen, sondern auch auf der menschlichen Ebene dazulernen kann.

Feedback ist keine Einbahnstraße

Fehler und deren Bewältigung haben einen sachlichen Bezug. Das Feedback geht noch einen Schritt weiter: es thematisiert den Menschen, als Voraussetzung, um zu lernen und zu wachsen. Anders ausgedrückt:

Um aus (eigenen) „Fehlern“ die richtigen Schlüsse zu ziehen, damit ein Unternehmen als Ganzes wachsen kann, ist ein Feedback in alle Richtungen sinnvoll – sozusagen die „optimale Ausbeute“. Etabliert hat sich hier das 360-Grad-Feedback: jeder bekommt von allen Seiten (Führungskraft, Kollegen, Kunden …) Feedback. So gewinnt man ein umfassendes Verständnis der vielseitigen Erwartungshaltungen und Wahrnehmungen und erkennt eigene Potenziale, die sich manchmal als „blinde Flecke“ darstellen.

Fehler und Feedback sind zwei Seiten der Medaille

Wenn Fehler die Möglichkeit des Wachstums darstellen, sind Feedbackprozesse ein weiteres wichtiges Mittel, um dies aufs nächste Level zu heben, und müssen deswegen stets mitbedacht werden. Im Feedback sammeln sich alle persönlichen und fachlichen Potenziale, damit ein Unternehmen als Ganzes wachsen kann. Fehler und Feedback bilden die Transformationsschleife – gerne helfen wir Ihnen beim Zubinden.

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