How can we change faster

Change ist emotional, nicht linear und kann nicht erzwungen werden.

07. Mai 2019 Blog, Neue Organisation, Agiles Management Dr. Sandy Glückstein


Klassisches Change Management hat selten wirklich funktioniert. Viel Fassade wurde geändert aber wenig echte Substanz bewegt. Wir müssen uns der Realität stellen: Mit Change, der irgendwann „fertig“ wird, ist es nicht getan. Wir müssen Unternehmen dauerhaft veränderbar machen. 

In Unternehmen wird durch starre Strukturen und standardisierte Prozesse Stabilität suggeriert. Das war im Zeitalter des Taylorismus sehr erfolgreich, aber dadurch haben wir den Umgang mit Veränderungen verlernt. Heutzutage bestehet die Kunst nachhaltig erfolgreicher Organisationen darin, zum einen Stabilität zu bieten, zum anderen ständige Veränderung zu ermöglichen, dabei mutig zu sein, um auf den Markt reagieren zu können.

Also, was wäre, wenn der Kulturwandel wirklich nicht so monströs wäre? Was wäre, wenn es einen Weg gäbe, die Kultur zu stimulieren, indem man kleinere, wirkungsvolle Initiativen durchführt?

Culture Hacking ist eine mögliche systemische Intervention und so ein wirksames Change-Instrument, mit der das zu „hackende System“ zu einer Veränderung angeteasert werden soll. Es geht nicht um eine zielgerichtete Steuerung, sondern um einen Impuls zur Selbstveränderung, z.B. durch Sichtbarmachen von Blockaden, Fehlfunktionen und Defiziten. Dieser Impuls kann provokativ und klar oder unscheinbar sein. Alles, was die Veränderung anregt, ist erlaubt.

Mittlerweile ist "Culture Hacking" auch in der Business-Welt angekommen, und bedeutet Veränderung der Kultur von Organisationen. Ursprünglich stammt der Begriff aus der Kunst und meint das Provozieren des aktuellen kulturellen Standards, um Althergebrachtes aufzubrechen und Neues zu kreieren (nach Liebl 2010).

Eine Anregung zur Veränderung wird Hack genannt. Hacks sind immer Experimente: Wir haben eine Idee, wie etwas zur Veränderung angeregt werden könnte. Aber wir haben keinerlei Garantie, dass es 100% funktionieren wird. Aber in der agilen Welt kann mit Trial & Error viele Experimente einfach ausprobieren.

Wird in Ihrem Unternehmen zu viel Zeit in Meetings verbummelt? Oder sind manche Prozesse viel zu kompliziert? Gibt es zu viele Genehmigungsschleifen?

Dann probieren Sie doch einmal “Culture Hacking” aus. Damit lassen sich kleine Veränderungen von innen heraus anstoßen, die große Auswirkungen auf Ihre Projekt- oder Unternehmenskultur haben können. Allgemein läuft Culture Hacking in drei Phasen ab:

  1. Einsichten gewinnen
  2. Optionen entwickeln
  3. Eine Option als Experiment durchführen

Gerne unterstützen wir Sie mit unserem "Hack the Culture" Bootcamp und identifizieren Bremse und Gaspedal für Ihren Weg des Wandels - wir erarbeiten die ersten Culture Hacks direkt mit Ihnen gemeinsam.