Effizienter starten, um unkomplizierter anzukommen

05. September 2016 Digitalisierung Sven Jänicke (Saxonia)


Egal ob Digitalisierung, eMobility oder andere Einflussfaktoren und Potenziale: Viele Branchen stehen gerade jetzt vor der Herausforderung, neue Themen für sich zu erschließen und gewinnbringend am Markt zu platzieren. Geschäftsmodelle werden heute oft mit einem hohen Maß an Komplexität angegangen: Monatelange Vorüberlegungen sind keine Seltenheit, ineffiziente Übergaben mit Dienstleistern und anderen Teilnehmern der Wertschöpfungskette verzögern Abstimmungen und es wird nicht selten nach der perfekten Lösung schon vor Marktstart mit dem Kunden gesucht.

Eine Situation, die Zeit und damit Wettbewerbsvorteile und Geld kostet.

Es geht aber auch anders! Agile Methodiken und iterative Vorgehensmodelle sind in vielen Unternehmen heute nicht mehr wegzudenken. Der Gedanke, langfristig und iterativ als Team auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten, ist in vielen Softwareentwicklungsabteilungen, Produktionsbereichen und zunehmend auch im Management kleiner und großer Unternehmen angekommen. Doch wie genau kann man sich diesen Gedanken in der Geschäftsmodellentwicklung zu Nutze machen?

Ein thematischer Ausflug zu uns:  Als Saxonia Systems AG, ein Lösungsanbieter für Individualsoftware, nutzen wir Methoden, die unseren Kunden und uns ein gemeinsames Bild auf die anstehenden Herausforderungen verschaffen. Methoden, die den Dialog rund um die Anforderungen an die Prozesse vereinfachen. Methoden, die für klarere Anforderungen sorgen, damit die resultierende Software effizienter und schneller umgesetzt werden kann. Methoden, die erste Umsetzungsschritte erleichtern.

Design Thinking ist solch eine Methode: sowohl in der internen Zusammenarbeit als auch im Außenverhältnis zu Kunden.

Die Methode selbst ist eine Sammlung von Arbeitstechniken, von denen jede einzelne in ihrer Ursprungsdisziplin bereits fundiert eingesetzt wurde. Im Design-Thinking-Prozess arbeitet ein interdisziplinäres Team zusammen an einer Problemstellung. Dabei entwickelt es in einem Kreativität fördernden Umfeld neue Lösungsansätze. Innovationen entstehen, indem Ideen aus den Bereichen Geschäft und Technologie sowie dem Faktor Mensch mehrwertstiftend zusammengeführt werden.

Mit Mensch ist dabei beispielsweise der Anwender oder der Kunde mit all seinen Eigenschaften gemeint, der von einer Problemlösung profitieren würde. Diese Zielgruppe wird in einer konkretisierten Persona abgebildet. Das Hineinversetzen in die Persona ermöglicht es dem Team, dauerhaft deren Bedürfnisse und Motivation vor Augen zu behalten und daraus Ideen zu generieren.

Der Design-Thinking-Prozess in einem Workshop läuft in 5 Phasen ab:

1.      Beobachten und Daten sammeln zum Anwender

2.      Lösungen identifizieren

3.      Ideen für die vielversprechendste Lösung generieren

4.      Prototyp erstellen

5.      Testen

Dieser Prozess ist dabei kein linear ablaufendes Konstrukt. Wie die Verbreitung der Methode in der agilen Welt vermuten lässt, lebt auch dieser Prozess von Rückkopplungen und Iterationen, die am Ende die eigentliche Lösung Schritt für Schritt verbessern.

Wie fühlt sich der Prozess in einem beispielhaften Workshop an? Durch das über die Agenda sehr stark strukturierte Wechselspiel aus dem Konsumieren mehrerer vorbereiteter oder per Brainstorming gemeinsam erzeugter Informationen und dem darauf folgenden wieder übergeordnetem „Loslassen“ und Konzentrieren auf die Zielstellung werden bessere Ideen generiert,  Problemstellungen effektiver gelöst, Entscheidungen leichter getroffen.

Die Methode lebt zudem vom Prinzip des „über-den-Tellerrand-Schauens“. Dies ist der Grund, warum wir als Dienstleister die Teams bewusst durch Wissen anderer Branchen oder Domänen anreichern. Neben 3-4 Vertretern unseres Kunden integrieren wir eine gleiche Anzahl von Saxonia-Kollegen mit einem im Vergleich zum Kunden branchenfremden Hintergrund in die Design-Thinking-Workshops. Die Integration dieser Teilnehmer ist für uns ein wichtiger Erfolgsfaktor, um neue Impulse direkt zu inkludieren. Zusätzlich begleitet ein erfahrener Saxonia-Moderator die Diskussionen im Design-Thinking-Prozess.

Mit dieser Methode haben wir einen Weg für uns identifiziert, um möglichst frühzeitig einen gemeinsamen Dialog mit unserem Kunden zu finden. Wir können damit gemeinsam mit unseren Kunden schneller am Markt die Lösung platzieren. Ein Ansatz, der nicht nur in der individuellen Softwareentwicklung, sondern auch für die genannten Herausforderungen im Rahmen der Geschäftsmodellentwicklung zielführend ist.