Digital und Agil – ein magisches Paar!

2018 ist ein Jahr, in dem die schon seit einigen Jahren als Buzzwords gesehenen Themen Agilität und Digitalisierung eine ganz andere Bedeutung gewinnen werden.

11. Mai 2018 Neue Organisation, Agiles Management, Digitalisierung, Blog, Top Katharina Meiler


2018 ist ein Jahr, in dem die schon seit einigen Jahren als Buzzwords gesehenen Themen Agilität und Digitalisierung eine ganz andere Bedeutung gewinnen werden. Warum? Weil es viele Unternehmen gibt, die sich mit den Fragen, die damit einhergehen, schon auseinandergesetzt haben. Sie wurden „zum Thema gemacht“, es wurden erste Versuche mit neuen Zusammenarbeitsmodellen oder -formen wie Design Thinking gestartet, Scrum in Projekten oder auch zur Steuerung von Themen eingesetzt, neue Rollen wie Chief Digital Officers geschaffen, Veränderungsprojekte oder Initiativen aufgesetzt oder gar neue non-hierarchische Organisationsformen umgesetzt.

Es schärft sich in vielen Organisationen, ganz iterativ und transparent, immer mehr, was es braucht, was und ob wirklich etwas anders ist im Miteinander des Unternehmenskontexts und es werden erste Erfahrungen mit Erfolgen, aber auch Misserfolgen gemacht. Es wird klar, was Faktoren einer digitalen Kultur sein könnten und welche nicht. Und vor allem wird klar, ob diese zu einem passen und welche Lessons Learned man daraus ziehen kann.

Der Kontext – Digitalisierung findet statt und Agilität ist ein Enabler dafür

Process Consulting wird im Kontext der Themen Agilität, Digitalisierung, neuen Aufbauorganisationsstrukturen und modernen Formen der Zusammenarbeit häufig gefragt, was es eigentlich braucht:

  • „Brauchen wir eine Digitalisierungsstrategie und wie hängt diese zusammen mit der Unternehmensstrategie?“
  • „Müssen wir uns im Rahmen der Digitalisierung umstrukturieren – sind unsere Mitarbeiter zukünftig nur noch in non-hierarchischen Organisationsformen zufrieden?“
  • „Sollten wir jedes Projekt mit der Methode Scrum bearbeiten?“
  • „Müssen wir auf jeden Fall ein neues Plattform-Geschäftsmodell bei uns prüfen und einführen?“
  • „Welche Rolle spielen dabei neue Formen der Kundenkommunikation?“
  • „Wofür brauche ich eigentlich die Inhalte, die mit dem Schlagwort „New Work“ zusammenhängen? Hilft mir das oder ist es nur Modeerscheinung?

Dies sind Fragen, die uns miteinander heute beschäftigen. Nun ist die Digitalisierung aber nichts Neues, sie findet statt und das bereits seit Längerem. Agilität wird dabei als unabdingbares Gut genannt, das uns hilft, im Markt wettbewerbsfähiger als andere zu sein. Warum sind diese beiden Begriffe aber heute so unglaublich wichtig und unzertrennlich miteinander genannt?

Die Themen der Digitalisierung führen heute in einer noch rasanteren Entwicklung als früher und mit einer hohen Komplexität im Miteinander zu einem Netzwerkeffekt. Ein Netzwerk, das es gilt zu managen, das die richtigen Skills zur richtigen Zeit braucht und das nicht mehr nur singulär von einer Person mit einem fachlichen Blick in einer Materie gedacht werden kann. Virtualität spielt dabei eine immer größere Rolle: die technischen Möglichkeiten führen uns zu Ideen und unterstützen uns in der Bearbeitung von fachlichen Fragestellungen sehr gut, müssen aber auch verstanden und genutzt werden.

Ein Beispiel aus unserer täglichen Beratungspraxis: Wir denken in unseren Kundenumfeldern und auch bei uns selbst die Wertschöpfung end to end im Unternehmen vom Kunden und seinen Bedürfnissen ausgehend. Customer Centricity ist dabei die Maxime. Dies bedeutet aber auch, dass wir für solche Themen unterschiedliche Skills zusammenbringen müssen, die mit einer Offenheit und Transparenz zu ihren Themen miteinander arbeiten und sich gegenseitig zu ihren jeweiligen fachlichen Umfeldern informieren. Was uns hier in Projekten in Unternehmen unterschiedlicher Größe stark voranbringt und hilft, Ergebnisse umzusetzen, ist die Fähigkeit von Organisationen, proaktiv und mit schnellen Entscheidungsprozessen zu agieren. Ein Umfeld, in dem wir schnell Informationen inner- und auch außerhalb des Unternehmens bündeln können und eine offene Atmosphäre haben, ist ein Umfeld, in dem wir zielgerichtet arbeiten können. Es hilft uns, wenn wir auch diverse Entscheidungen in den Teams selbst treffen können. Es ist zielgerichtet, uns zu verschiedenen Themen häufig und kurz, zum Teil gerade aufgrund unterschiedlicher Standorte von Unternehmen, auch virtuell auszutauschen. Positiv wirkt vor allem eine hohe, ganz selbstverständliche Unterstützung auf Seiten des Managements und ein enger Abgleich mit den Zielen, die im Unternehmen wichtig sind.

Wir sprechen hier von agilen Werten und einem agilem Mindset, welche erst einmal nicht mit einer anderen Aufbauorganisation einhergehen und weswegen auch nicht jedes Projekt mit der Methode Scrum bearbeitet werden muss. Es sind eher die Fähigkeiten und Werte – die Offenheit, Veränderungen der Digitalisierung im Unternehmen und mit Partnern gemeinsam umzusetzen, eine entsprechende Haltung zu den Veränderungen.

Das ist auch der Grund, warum man nicht mehr nur von Digitalisierung, sondern einer digitalen Transformation spricht. Digitale Chancen, die faktisch für Prozesse, Organisation, gar Geschäftsmodelle genutzt werden können, müssen von der Organisation auch angenommen werden, um ihren vollen Wert zu entfalten.  Die Nutzung neuester Technologien alleine ist ein Schritt – das Verständnis, warum diese und nicht andere Technologien die richtigen sind und die laufende Überprüfung der Aktualität und Einsetzbarkeit in der Wertschöpfung ist der andere Schritt.

Virtualität braucht mehr Management als je zuvor - eine agile Unternehmensführung bietet den besten Rückhalt.

Es sind daher eben nicht die faktischen Aufbaustrukturen und die Formen der Zusammenarbeit alleine, die den Unterschied machen, es ist das Thema der Kultur und der Passung der Kultur zu neuen Themen, die einen entscheidenden Unterschied am Markt machen. Werte und das Miteinander sind vor allem im Wirtschaftsleben ein Motor, um am Markt bestehen zu können. Gleichzeitig merken wir, dass Virtualität und Schnelligkeit mehr Management als je zuvor benötigen. Es bedarf einer regelmäßigen Überprüfung der Ausrichtung, einem regelmäßigen Zusammenbringen und Bewerten der neuen Erkenntnisse zu den Entwicklungen im Unternehmen und es bedarf einem ständigen Klären von Fragen und Erklären neuer Zusammenhänge. Daher ist es so wichtig, dass Strategieprozesse als Rahmen für gerade volatile Themen der Digitalisierung transparent erfolgen und ein kontinuierliches Management zu ihnen stattfindet. Gerade der Prozess der agilen Unternehmensführung, den Process Consulting führend am Markt begleitet, ist hier die beste Antwort in Struktur und Zusammenarbeit. Durch die umfängliche Strategieabdeckung zu den Themen Finanzen, Kunde/Markt, den Prozessen und der Organisation sowie den Potenzialen im Unternehmen werden Themen der digitalen Transformation umfänglich bearbeitbar gemacht. Es wird regelmäßig über die Compelling Story und den richtigen Weg im Unternehmen nachgedacht. Ein agiler Strategieprozess hilft, die Digitalisierung und andere Inhalte als ganzheitliche Veränderungen anzugehen und ist die Basis dafür, erst einmal Entscheidungen treffen zu können, an welchen Stellen neue Formen der Zusammenarbeit oder neue Strukturen wirklich Sinn machen.

Agilität und Digitalisierung sind gekommen um zu bleiben.

Dass Agilität im unternehmerischen Gesamtkontext, die Werte und Denkweise dahinter, mit der Digitalisierung ein für die Zukunft untrennbares Paar bilden, haben neben vielen Unternehmen, die hier aktiv mitgestalten, mittlerweile auch Wissenschaft, Politik und die allgemeine Gesellschaftskritik als Thema erkannt und in den Mittelpunkt gerückt. Führende Gesprächsplattformen, die in der digitalen Welt einen Orientierungspunkt für Unternehmen und Politik geben möchten, um die Herausforderungen der digitalen Transformation besser zu begegnen, geben dem Themenpärchen entsprechenden Raum. Beide Strömungen sind Themen, die gekommen sind um zu bleiben.