Brennglas Corona – Potenziale identifizieren, hybride Arbeitsmodelle integrieren

Wir zeigen warum Zwangsdigitalisierung durch Corona eine Chance für die Transformation der Arbeitsmodelle ist.

01. Juli 2020 Blog, Digitalisierung, Neue Organisation Dominik Gronwald


Zwangsdigitalisierung durch Corona als Chance für die Transformation der Arbeitsmodelle

In vielen Bereichen unserer Gesellschaft stellt sich die Pandemie als Brennglas für die aktuelle Lage in verschiedensten Bereichen da. Vom Bildungswesen bis hin zur Fleischindustrie. Schmerzhafte Realitäten, aber auch die Chance Verbesserungen anzustoßen.

Das Brennglas Corona hat auch seine Auswirkung auf die Arbeitsweisen vieler Unternehmen hervorgebracht. Nach wie vor stehen die meisten Unternehmen vor der Herausforderung das dezentrale Arbeiten für alle zu realisieren und weiterzuentwickeln. Jetzt bietet sich die Chance aus der Not eine Tugend zu machen und die Voraussetzungen für eine Kultur zu schaffen, die den optimalen Nutzen aus Remote- und Präsenzarbeit in den Mittelpunkt aller betrieblichen Aktivitäten rückt. Förderung von Digital Workplaces, Implementierung technischer Voraussetzungen und einen neuen Stil ergebnisorientierten Managements, in dem Vertrauen, Transparenz und Wertschätzung die Erfolgsfaktoren sind, können als Leitplanken beim Wandel in der Unternehmenskultur genutzt werden.

Einflüsse und Wirkungszusammenhänge von Remote Work auf der Mitarbeiterseite

Effizienzsteigerung setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Eine mitentscheidende Perspektive ist die Leistungsfähigkeit des Teams. Motivation, Konzentration & Kreativität sowie Produktivität stehen in einem unmittelbaren Spannungsverhältnis. Diese drei Merkmale werden den direkten Hygieneeffekten zugeschrieben.

Auf die direkten Hygieneeffekte wirken indirekte kurzfristige und langfristige Effekte.

1. Indirekte langfristige Einflüsse: Arbeitgeberattraktivität, Attraktivität der Tätigkeit, Identifikation mit dem Unternehmen, Selbstbestimmtes Arbeiten, Vertrauen, Gesundheit & Familie

2. Indirekte kurzfristige Einflüsse: Meetingkultur, konzeptionelle und intellektuelle Arbeit, Stress, Unterbrechungen, Ruhephasen, Vorbereitungszeiten

Betrachtet man diese Faktoren, die in unmittelbaren Wirkungszusammenhängen stehen, können durch Home-Office Regelungen viele dieser Einflüsse positiv wirken und damit Motivation, Konzentration & Kreativität und somit Produktivität gestärkt werden. Es liegt auf der Hand, dass schon die Reduzierung von Reisezeiten einen erheblichen Effekt auf die Produktivität erzielen kann.

Auf den ersten Blick erscheint Remote Work zunächst als eine Errungenschaft, die sich vor allem für den Arbeitnehmer positiv auswirkt. Doch tatsächlich zeigten Untersuchungen, dass Remote Work auch für Unternehmen durchaus lohnend sein kann. Die Hauptvorteile sind folgende:

Erhöhte Produktivität – Die meisten Menschen schaffen in einem Umfeld, in dem sie sich wohlfühlen, mehr. Außerdem entfallen Anfahrtswege und viele Störungen, etwa durch laute Kollegen oder überflüssige Meetings.

Zeitgewinn – Der Weg zur oder von der Arbeit kostet Pendler monatlich viele, viele Stunden. Beim Remote Work wird diese Zeit eingespart und kann produktiver verwendet werden – oder auch zur Erholung.

Bessere Gesundheit – Wer weniger pendeln und nicht so früh aufstehen muss, in der eigenen Küche kochen und ab und zu selbstbestimmt Pausen einlegen kann, lebt gesünder und zufriedener.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie – Ohne lange Anfahrtswege und mit flexibler Zeiteinteilung ist das Betreuen von Kindern wesentlich stressfreier. Das mindert die mentale Belastung und wirkt sich auf die Gesundheit aus.

Sparpotential – Während Arbeitnehmer durch Remote Work vor allem Zeit und Mühen sparen, lohnt es sich für den Arbeitgeber auch finanziell. Es werden wesentlich weniger Räumlichkeiten und Ausstattungsgegenstände im Büro benötigt.

Gut für die Umwelt – Wer zuhause arbeitet, verbraucht wesentlich weniger Benzin, steht nicht im Stau und produziert keine Abgase. Hochgerechnet auf mehrere Millionen Arbeitnehmer summiert sich das auf ein dickes Umweltplus.

Doch wo ist die richtige Balance zwischen Remote Work und Präsenzarbeitszeit? Remote Work hat natürlich auch seine Nachteile und einige besondere Anforderungen an den Mitarbeiter. Remote setzt auch ein gutes Selbst- und Zeitmanagement voraus. Zudem läuft man Gefahr sich in eine gewisse Isolation zu begeben und das eigene Arbeitspensum aus den Augen zu verlieren. Fehlende Präsenz und Isolation verringern die Identifikation mit dem Unternehmen bzw. die Verkörperung der Unternehmenskultur. Diese weichen emotionalen Faktoren bedürfen einem gesunden Maß an persönlicher, gesellschaftlicher Bindung über das digitale Arbeitsverhältnis hinaus.

Der Weg zum hybriden Arbeitsmodell

Es ist offensichtlich, dass hybride Arbeitsmodelle Kosten – und Prozesseffizienzen steigern. Auch hinsichtlich der zunehmenden Bedeutung der Nachhaltigkeit in der Unternehmensbewertung können Unternehmen durch reduzierte (nicht notwendige) Reiseaktivitäten ihren Beitrag leisten und zeitgleich Mitarbeitern Kosten- und Zeitersparnisse einräumen.

Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, zu definieren, was Präsenz erfordert und wann das Arbeiten von zu Hause aus, die zielführendere Variante ist. Die aktuellen Zeiten ermöglichen uns die Erarbeitung und Erprobung von Strategien neuer Arbeitsweisen. Welche Kennzahlen können und wollen wir damit beeinflussen? Diese Frage ist sehr individuell zu beantworten, aber elementar für eine nachhaltige Steuerung und sukzessive Optimierung des hybriden Arbeitsmodells.

In Strategieworkshops zum Thema „hybrides Arbeiten“, als Teil der übergreifenden Strategy Map, werden genannte Fragestellungen eruiert und die Grundlagen für neue und zeitgemäße Arbeitsmodelle geschaffen. Für eine gezielte Steuerung gelten, wie aus Scrum bekannt, in regelmäßigen Intervallen, 3 Aspekte:

Transparency, Inspection & Adaption

Lasst uns das Brennglas Corona nutzen und eine modernere & effizientere Arbeitswelt schaffen.

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